
Über Purkutaide
Zehn Jahre gegen den Strom: eine Experimentierkultur der Kunst
Purkutaide macht sichtbar, was sich in abrissbereiten Gebäuden und sonst leerstehenden Räumen alles machen lässt, bevor sie verschwinden.
Die Geschichte
Noch einmal Mehrwert für die Gebäude, die Künstler:innen, die Besucher:innen und die Nachbarschaft.
Wie hat alles angefangen?
2016 bekamen wir nach langen Verhandlungen abrissbereite Geschäftsräume in Kerava zur Nutzung. Unser Leitgedanke war, dass es schade wäre, sie abzureißen, ohne dass in ihnen noch einmal etwas Neues entsteht. An der ersten Umsetzung, die aus Graffiti und Streetart bestand, beteiligten sich über hundert Künstler:innen. Danach gab es kein Zurück mehr. Im Gegenteil: Wir sind Jahr für Jahr tiefer in die Frage eingetaucht, was in Abrissräumen und sonst leerstehenden Gebäuden möglich ist, wenn man zu experimentieren wagt und gegen den Strom schwimmt.
Warum machen wir das?
In Finnland stehen ständig Gebäude leer, die auf eine neue Nutzung oder den Abriss warten. Gleichzeitig suchen Künstler:innen nach Raum, in dem sich etwas machen lässt, das nicht zwischen die Wände einer weißen Galerie passt.
Purkutaide bringt diese beiden zusammen.
Was haben wir in zehn Jahren gelernt?
- —Leere Gebäude sind eine Ressource
- —Kunst ist für die Menschen da
- —Alle, die Kunst machen, sind Künstler:innen
- —Erlebnishaftigkeit ist nicht der Feind der Kunst
- —Auch Vergänglichkeit kann bedeutsam sein
- —Die Welt verändert sich, wenn man sie verändert.
Zahlen
In zehn Jahren haben wir Wandelemente getragen, durch die Nächte gemalt, mit Immobilieneigentümern verhandelt, Staub gewischt und Ausstellungen in Räumen gebaut, deren Existenz bald endet. Und doch trägt derselbe Gedanke weiter: Leere Räume verdienen noch eine Geschichte, bevor sie verschwinden, und Künstler:innen verdienen Räume, um ihre Geschichten zu erzählen.
